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Cannabis und Klimawandel: Kann Hanf unseren Planeten retten?

Die weltweiten CO₂-Emissionen sind seit Beginn der Corona-Pandemie um 7 Prozent gesunken. Und auch die Kohlenstoffdioxid-Emissionen sind 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Gigatonnen gesunken – so viel, wie noch nie zuvor! Klingt erstmal toll, jedoch deuten Forscher dies nur als kurzfristigen Erfolg. Bereits jetzt sind viele Regionen der Welt von den Folgen des Klimawandels betroffen. Dürren, Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen werden immer extremer. Welche katastrophalen Folgen der Klimawandel haben kann, ist für viele hier vor Ort noch nicht wirklich greifbar. Manche verleumden diese Tatsache sogar. Fakt ist jedoch: In Teilen der Erde kämpfen Menschen bereits um Leben und Tod. Wir haben es in der Hand, unsere Zukunft zu ändern. Und warum Hanf dabei helfen könnte, unseren Planeten zu retten, erklären wir Dir jetzt.

Warum Hanf unseren Planeten retten könnte

Die Nutzung von Hanf ist eine uralte Tradition. König Heinrich VIII. baute seine Flotte aus Hanf und die ersten 4 Präsidenten der USA waren Hanfbauern. Nachdem die Pflanze über mehrere Jahre kriminalisiert wurde, lockert sich diese Einstellung nach und nach. Ein wichtiger Grund dafür ist zum einen der Nutzen von Cannabis in der Medizin, zum anderen aber auch der ökologische Nutzen. Denn Hanf könnte tatsächlich dazu beitragen unseren Planeten zu retten.

Bereits in den 1990er Jahren untersuchte ein Team in keiner geringeren Gegend als den kontaminierten Feldern Tschernobyls, ob Hanf dazu in der Lage ist, Schwermetalle aus dem Boden aufzunehmen. Laut des Teams war das Experiment ein Erfolg – der Begriff „Phytoremediation“ war geboren. Dieser Fachbegriff beschreibt die Möglichkeit der Sanierung von verunreinigten und kontaminierten Böden oder des Grundwassers mit Hilfe von Pflanzen. Und tatsächlich bestätigte ein deutsches Forscherteam 2001 diese Erkenntnisse. Ob Blei, Cadmium oder Nickel – Hanf war dazu in der Lage, all diese Stoffe aus einem mit Klärschlamm kontaminierten Grundstück zu extrahieren. Mit Hanf wäre es also möglich, Böden wieder nutzbar zu machen – z.B. für landwirtschaftliche Zwecke. Weitere Forschungen gerieten jedoch immer wieder ins Stocken, da der Anbau immer noch in vielen Regionen der Welt illegal ist. Und das, obwohl die Problematik des Klimawandels immer akuter wird.

Häuser aus Hanf

Wusstest Du, dass Hanf auch zum Bau von Häusern verwendet werden kann? Als Baumaterial ist dies nicht nur günstiger und weitaus leichter, sondern auch zehnmal (!) stärker als Beton. In Sachen Haltbarkeit macht den Hanfgebäuden auch so schnell keiner was vor. Satte 500 Jahre hält das traute Eigenheim Wind und Wetter stand. Da die Pflanzenfasern die Feuchtigkeit der Luft absorbieren, hat das Material keinerlei Probleme in feuchteren Gebieten. Zudem wirkt es sogar isolierender als Beton, da das Pendant aus Hanf Wärme speichert und diese im Laufe des Tages wieder abgibt. Auch als Baustoff verarbeitet ist die Pflanze dazu in der Lage, der Luft Kohlendioxid zu entziehen. Im Gegensatz zu Beton entstehen bei der Hanfvariante auch weniger Treibhausgase. All diese Fakten sprechen für sich. Immer mehr Gebäude werden derzeit durch Umweltkatastrophen zerstört und Wohnraum wird immer knapper. Häuser aus Hanf wären da nicht nur eine kostengünstigere-, sondern auch umweltfreundliche Lösung.

Plastik – nay. Hanf – yay!

Noch nie zuvor stand Plastik so hart in der Kritik, wie in der heutigen Zeit. Wohl jeder wurde durch die Medien oder im Feed sozialer Netzwerke mit traurigen Bildern aus unseren Meeren konfrontiert. Der Plastikmüll hat nicht nur ein massives Artensterben zur Folge – da er aus fossilen Brennstoffen besteht, braucht er über 400 Jahre, um sich zu zersetzen. Bislang fehlt es an guten und günstigen Alternativen, die weltweit Verwendung finden könnten.

Was viele jedoch nicht wissen: Die ersten Kunststoffe wurden damals aus organischen Hanf-Zellulosefasern hergestellt. Diese Alternative wäre biologisch abbaubar, da es sich bei der Hanfpflanze um ein organisches Material handelt. Die Herstellung ist schwierig, jedoch gibt es bereits Hersteller wie Coca-Cola oder Lego, die Kunststoffe aus Hanf und anderen Pflanzenfasern nutzen.

Hanf als Waffe gegen die CO₂-Emission

Treibhausgase gelten als einer der wichtigsten Gründe für den Klimawandel. Sie sind maßgeblich für die nach und nach steigenden Temperaturen verantwortlich. Seit Jahren versucht der Mensch, eine Lösung für dieses Problem zu finden – natürlich ohne sich dabei in irgendeiner Art und Weise einschränken zu müssen. Ganz nach dem Motto: CO₂-Emission sinken; aber auf mein Schnitzel verzichte ich nicht.

Die fest in vielen Köpfen verankerte Ignoranz wird seine Folgen für kommende Generationen haben – so viel ist klar. Weltweit verschwinden pro Minute 30 Fußballfelder Wälder, die eigentlich so wichtig für die Reinigung der Luft wären. Schon jetzt wird sich extrem mit der Thematik auseinandergesetzt, wie man diese drastischen Verluste ausgleichen könnte. Nun – zum einen natürlich, in dem jeder von uns auf verschiedene Sachen verzichtet. Zum anderen könnte auch hier der Anbau von Hanf helfen. Die Pflanze ist nämlich nicht nur dazu in der Lage viele Verursacher von Kohlenstoffemissionen zu ersetzen, sie nimmt auch viermal so viel CO₂ auf wie Bäume.

Gib Hanf, Brudi

Der Trend der E-Mobility schreitet voran und auch hier in Deutschland macht man sich immer mehr Gedanken darüber, welche alternativen Fortbewegungsmittel die Zukunft weisen könnten. Jede Diskussion um autofreie Innenstädte oder Tempo 30-Zonen zeigt, wie schwer es neue Denkansätze haben, um von der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Das Auto als Statussymbol, welches Tag für Tag unsere Luft verschmutzt und durch den Aufbau der Infrastruktur wertvolles Land verschlingt. Immerhin fand eine Umfrage heraus, dass immer weniger jüngere Menschen ein Auto als Statussymbol ansehen. Trotzdem werde sie sicher nicht so schnell von unseren Straßen verschwinden und auch auf andere Transportmittel werden wir noch eine Weile angewiesen sein. Wie gut, dass sich Hanf sogar zu einem Biokraftstoff weiterverarbeiten lässt! Die Pflanze kann mit einem Wirkungsgrad von 97 Prozent zu Biodiesel verarbeitet werden. Zudem benötigt der Sprit eine viel niedrigere Temperatur, im Vergleich zu anderen Biokraftstoffen, und produzieren ließe sich das ganze sogar hier vor Ort.

Hanf als Nahrungsmittel der Zukunft

Nicht nur der Klimawandel wird zum immer größeren Problem für uns. Die Menschheit wächst und die Ressourcen werden immer knapper. Rund 795 Millionen Menschen sind weltweit unterernährt. Die Forschung beschäftigt sich bereits seit Jahren damit, was das Essen der Zukunft sein könnte. Neben Algen und Insekten ist auch Hanf ganz vorne bei der Diskussion dabei. Zudem steigt die Nachfrage nach immer mehr veganen Alternativen. Der Anbau der Hanfpflanze ist nicht nur günstig, er wäre auch an nahezu allen Orten der Welt möglich. Die Samen enthalten wichtige Nährstoffe, Proteine, Aminosäuren oder Vitamine. Zudem kann Hanf zu Ölen oder Mehl weiterverarbeitet werden – Zutaten, die letztlich als Basis für viele Gerichte dienen.

Wenn die Lösung aller Probleme illegal ist

Hachja, Hanf als Wunderwaffe gegen den Klimawandel - es klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Natürlich wäre es nur ein Faktor, der zu einer besseren Zukunft beitragen könnte. Und genau hier liegt das Problem: All das „hätte, könnte, sollte“ hilft auf lange Sicht - genau: Nix. Denn es ist jetzt an der Zeit, neue Wege in Sachen Klimaschutz zu gehen. Das Hanf dabei die Lösung aller Probleme ist vielleicht ein wenig übertrieben. Schließlich kommt auch die Pflanze nicht mit rotem Cape dahergeflogen, um die Welt vor dem Bösen zu retten. Jedoch hat Hanf offensichtlich das Potenzial, sowohl bei ökonomischen und ökologischen Problemen zu helfen, für die schon längst eine Lösung existieren müsste.

Autor: Anna

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