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Kann ich durch CBD meinen Führerschein verlieren?

Dass Autofahren im berauschten Zustand, ob nun durch Alkohol oder Cannabis, keine gute Idee sein kann, ist absolut nichts neues. So gilt etwa für Alkohol in Deutschland eine Promillegrenze von 0,5 für erfahrene Fahrer, und sogar 0,0 für Fahranfänger. Da auch THC (Tetrahydrocannabidol) die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen kann, gilt hier ein Grenzwert von einem Nanogramm pro Milliliter Blutserum, auch wenn dieser vielerseits infrage gestellt wird. Die recht junge Forschungs- und Gesetzeslage zu Cannabidiol (CBD) wirft daher für viele die Frage auf, ob der Konsum des natürlich vorkommenden Cannabis-Inhaltsstoffs eine Gefahr für den Führerschein darstellt.

Was genau ist eigentlich CBD?

Zweifellos ist CBD eng mit dem Wirkstoff THC verwandt: Wie auch bei CBD handelt es sich bei THC um einen natürlichen Inhaltsstoff der Cannabis-Pflanze, und auch auf chemischer Ebene sind sich die jeweiligen Moleküle auffallend ähnlich. Im Unterschied zu Alkohol und THC, handelt es sich bei CBD jedoch nicht um eine Droge, sondern um einen ungefährlichen Wirkstoff, der weder abhängig macht noch psychoaktiv in Erscheinung tritt. Stattdessen wirkt er in der Regel beruhigend, schmerzlindernd und entzündungshemmend, ohne einen Rausch zu verursachen oder die Handlungs- und Reaktionsfähigkeit zu beeinflussen. Erwerb, Konsum und Besitz von CBD sind daher auch völlig legal und stellen sogar beim Autofahren, auch rechtlich, keinerlei Hindernis dar.

Enthalten alle Cannabis-Produkte THC?

Zugegeben: Auch bei CBD-Produkten, die nicht chemisch behandelt wurden, lässt sich eine geringe Menge an THC oft nicht vermeiden. Aufgrund der extrem geringen Dosis von letzterem (meist weit unter 0,2%), bleibt die Fahrtüchtigkeit der Konsumenten jedoch im Regelfall völlig unbeeinflusst, denn damit das THC auch nur ansatzweise seine Wirkung entfalten könnte, müsste ein dutzendfaches der empfohlenen Verzehrmenge konsumiert werden. Selbst dann wäre es übrigens lediglich geringfügig nachweisbar, wohl noch immer ohne das gesetzliche Limit beim Autofahren zu überschreiten. Wer also nach dem Sport hin und wieder ein paar Tropfen CBD-Öl einnimmt, um dem drohenden Muskelkater vorzubeugen, darf beruhigt werden: Der Autofahrt vom Fitnessstudio nach Hause steht auch aufgrund des THC-Gehalts nichts im Wege. Übrigens: Selbst bei nennenswertem Konsum von THC allein reicht ein Erstverstoß nicht für den Entzug des Führerscheins aus.

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